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Im Kreisel zerrissen

Der erste Regenschutt nach Tagen

Als ich nach der zweistündigen Motorradtour bei Freunden wegen eines Regenschauers kurz Unterschlupf gesucht hatte machte ich mich auf den Weg nach Hause.

Das Wetter war über Tage drückend heiß und das angekündigte Gewitter ergoss sich in Strömen, wenn auch nur kurzweilig.

Am Weg nach Hause wurde mein Motorrad und meine Kleidung demensprechend nass und dreckig, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Als ich in dem Heimatort angekommen war, musste ich nur noch einen Kreisverkehr bezwingen.

Der Kreisel in Sicht

Ich näherte mich dem Kreisel demütig, da die Straße nass war und ich die Heimtücken dieser Kurven kenne. Mein Tacho kann maximal 10 Kilometern pro Stunde angezeigt haben, aber dennoch zog es mich bei der Hälfte des Kreisels ohne Vorwarnung auf den Boden der Tatsachen. Null Reaktionsmöglichkeit, schon lag ich dort – meine Suzuki neben mir. Ich rutschte ein oder zwei Meter auf dem nassen Asphalt.

Ich rappelte mich so schnell es ging auf, denn ich hatte vor allem Sorge um mein Motorrad – ist das normal?. Dieses würgte sich ab, als ich es aufgestellt hatte.

Das Resultat

Erst im Nachhinein erkannte ich, dass einzig und alleine mein Pullover einen Riss erlitten hatte. Die Büse Racing Hose hatte zwei kleine Reibungspunkte aber im Großen und Ganzen bin ich mit einem blauen Auge davon gekommen. Dies zeigte mir wieder, wie wichtig Schutzkleidung ist.

Aufgrund der Hitze habe ich mich für die Protektorenjacke entschieden und gegen die Textil Racing Jacke. In diesem Fall war es keine Fehlentscheidung, jedoch sollte man die Protektorenjacke nicht bei schnellen Geschwindigkeiten als den primären Schutz nutzen.

Zu guter Letzt möchte mich auch noch bei der netten Dame im roten Kleinwagen bedanken, die direkt ihre Hilfe angeboten hatte mir zu helfen, doch dies war nicht notwendig. Der leichte Schock über den Kontrollverlust hatte ich jedoch auch eine Stunde später noch in den Knochen.

Hier könnt ihr noch einige Bilder sehen, die ich heute geschossen habe:

 

Spurensuche

Ich habe für den Unfall nur zwei Theorien herausgearbeitet, diese möchte ich kurz vorstellen:

Theorie 1: Durch den ersten Regen nach Tagen der Hitze und des Pollenflugs entwickelte sich auf der Oberfläche der Straße ein Schmierfilm. Dieser war schwer einzuschätzen und dies tat ich auch nicht in dem Maße wie es nötig war.

Theorie 2: Mir passierte ein Anfängerfehler erster Güte: Das Befahren des mittleren weißen Streifens.

Mein Vorderreifen hat zwar nicht mehr das meiste Profil (ein neuer wird im nächsten Monat fällig), jedoch glaube ich nicht, dass ein neuer Continental Contiattack SM dies verhindert hätte. Der Reifen ist außen wie ein Slick konzipiert ist und demnach ist keine Wasserverdrängung vorhande.


Kommentare

LMK 9. Juni 2017 um 10:30

Glück gehabt 🙂

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